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Filterung: Tiefpassfilter

Der Tiefpassfilter ist der gängigste Filter in der Koordinatenmesstechnik. Er lässt tiefe Frequenzen (= die Form) passieren. Er filtert hohe Frequenzen (= die Oberflächenrauheit) aus.

Das folgende Bild zeigt die Oberfläche eines Werkstücks. Es handelt sich um die Abweichungen zur Sollgeometrie. Die Abweichungen sind stark vergrößert dargestellt.

Ungefilterte Messdaten
Ungefilterte Messdaten

Möchte ich die Geradheit ermitteln, ist es sinnvoll, zuerst hochfrequente Anteile herauszufiltern. Da es sich bei diesen Anteilen um Schwingungen handeln kann, die vom Messsystem verursacht worden sind. Eine Ursache dafür ist die Verwendung einer hohen Messgeschwindigkeit.

Ich setze den Tiefpassfilter für diese Filteraufgabe ein. Der Tiefpassfilter teilt die Eingangsdaten entsprechend der gewählten Grenzwellenlänge in tieffrequente Anteile (= Nutzsignal) und hochfrequente Anteile (= Störsignal, Rauschen) auf.

Filterung: tieffrequenter Anteil (= Form)
Filterung: tieffrequenter Anteil (= Form)
Filterung: hochfrequenter Anteil (Rauheit)
Filterung: hochfrequenter Anteil (Rauheit)

Das Filterergebnis ist der tieffrequente Anteil. Damit kann ich die Geradheit berechnen.

Von Klaus Stein

Ich bin seit 20 Jahren in der Softwareentwicklung und in der Koordinatenmesstechnik tätig.
Da ich mich speziell um die Software für die Verzahnungsmesstechnik kümmere, ist das ebenfalls ein Themenschwerpunkt.