Profilverschiebung

Die Profilverschiebung beeinflusst maßgeblich die Zahndicke.
Die Profilverschiebung kommt aus der Zahnradfertigunung mit einem abwälzenden Werkzeug (z.B. Wälzfräser).
Wird das Werkzeug zum Werkstück hin verschoben (= negative Profilverschiebung), führt das zu schmaleren Zähnen, also einer kleineren Zahndicke.
Rückt man das Werkzeug vom Werkstück ab (= positive Profilverschiebung), ergeben sich breitere Zähne, also eine größere Zahndicke.










positiver Profilverschiebungsfaktor negativer Profilverschiebungsfaktor

Zahndicke wird größer mit zunehmender Profilverschiebung
Auswirkung der Profilverschiebung auf die Zahndicke (x = 0.0 … +1.0)


Zahndicke wird kleiner mit abnehmender Profilverschiebung
Auswirkung der Profilverschiebung auf die Zahndicke (x = 0.0 … -1.0)


Während die Profilverschiebung im europäischen und asiatischen Markt eine gebräuchliche Angabe für die Zahndicke ist, wird sie im amerikanischen Markt quasi überhaupt nicht verwendet.

Die Profilverschiebung ist also eine einfache Möglichkeit, die Zahndicke zu beeinflussen. Der Profilverschiebung sind jedoch konstruktive Grenzen gesetzt.

  • Eine große positive Profilverschiebung bewirkt zwar eine größere Zahndicke (= höhere Tragfähigkeit), führt aber zu einem spitzen Zahnkopf, was zu vermeiden ist.
  • Eine große negative Profilverschiebung führt zu einem unterschnittenen Zahnfuß. Dies schwächt den Zahn deutlich und muss deshalb ebenfalls vermieden werden.
  • Große Profilverschiebung führt zu einem spitzen Zahn
    Große Profilverschiebung (hier x= +1.2) führt zu einem spitzen Zahn

    Achtung: Verwechslungsgefahr
    In der Regel wird der Profilverschiebungsfaktor angegeben, nicht die Profilverschiebung.
    Profilverschiebung = Profilverschiebungsfaktor * Modul.

    In der Regel liegt der Profilverschiebungsfaktor zwischen +1 und -1.

    Info
    Bei einem Zahnrad mit Profilverschiebung spricht man von einem „V-Rad“.
    Liegt eine Zahnradpaarung vor, bei der sich die Profilverschiebungen ausgleichen (Zahnrad1 mit Profilverschiebung1 = +x, Zahnrad2 mit Profilverschiebung = -x), dann spricht man von einer „V—Null-Radpaarung“.